Ausstellung: Christin Lamade und Dr. Ilse Pallas, 30.7-21.8.222, Fr.-So. 14.18 Uhr

Christin Lamade

Schnelle Zeichnungen, romantische florale Motive, teils zart hingemalt, teils mit kraftvollen Strichen voller Energie auf die Leinwand gebracht, so stellen sich die Arbeiten der 1970 in Hamburg geborenen Künstlerin dar. Den speziellen Ausdruck und die Haptik in ihren Bildern erreicht Christin Lamade dadurch, dass bereits Gemaltes auf mehrschichtig vorbearbeiteten Leinwänden – manchmal geradezu brachial – mit einem Malmesser überkratzt wird, wobei tiefere, verborgene Malschichten sichtbar werden und ins entstehende Bild einfließen. Diese Technik gibt ihrer Malerei eine unverwechselbare Note.  Laut-bunte Farben sind ihre Sache nicht. Unaufdringlich sollen sie sein und in reduzierten Farbräumen nur das Nötigste und Ursprüngliche widerspiegeln.Portraits von zerbrechlichen Frauen, oft nachdenklich in sich gekehrt und nicht frei von Melancholie und doch voller Hoffnung, kehren immer wieder. Da steckt viel Persönliches drin, sie sind zum Teil zu lesen wie ein Auszug aus dem Tagebuch der Künstlerin. Eine Enttabuisierung dieser Gefühle und Ur-Ängste durch bildliche Darstellung, das ist ihr künstlerischer Anspruch.  Den Betrachter zu berühren, ist ihr Ziel.Christin Lamade, seit 2018 in Glückstadt lebend, Erzieherin, Kunsttherapeutin, ist seit 20 Jahren als Autodidaktin künstlerisch in der Malerei tätig. Sie hat regelmäßige Ausstellungen in Hamburg und deutschlandweit und betreibt seit 2019 in Glückstadt die Galerie „Atelier Christin Lamade“.Zum Thema Krieg und Frieden präsentiert die Künstlerin ihr Werk „Pray for Intelligence and Humanity“ frei nach dem Zitat von Bertolt Brecht: „Kein Vormarsch ist so schwer, wie der zurück zu Vernunft

Dr. Ilse Pallas – Mathematikerin, Informatikerin und Künstlerin

Ilse Pallas (geb. 1946 – gest. 2021) – Künstlerin mit Pinsel und Farbe

Dr. Ilse Pallas – Mathematikerin, InformatikerinKreativität und genaue Beobachtungsgabe sind für den Erfolg in ‚Mathe‘ und Kunst von großer Bedeutung. Schon als Kind waren die vielseitigen Begabungen von Ilse Pallas deutlich erkennbar. Nach dem Abitur und einer Zeit der musikalischen Findung mit Auftritten als Sängerin einer Folklore-Band in Hamburg war die Entscheidung, ein Studium für eine wissenschaftlich-technische Laufbahn oder ein Kunststudium zu beginnen, nicht die einfachste, fiel jedoch aus praktischen Gründen zugunsten der Wissenschaft aus. Sie promovierte in Mathematik und wurde selbstständige Unternehmensberaterin. Auf vielen Reisen in die Länder der Welt schärfte sie ihren Blick, gewann vielfältige Inspirationen und Eindrücke. Der Kunst immer treu geblieben, speicherte sie so mit dem ihr eigenen fast fotografischen Gedächtnis einen riesigen Schatz von Erinnerungen und Ideen. Das kam ihr später sehr zugute, denn 1982 wurde bei ihr ein Morbus Parkinson diagnostiziert. Er veränderte ihr Leben. I. Pallas musste ihre berufliche Selbstständigkeit immer mehr einschränken und letztlich ganz aufgeben. Die Kunst wurde wichtiger. Bis 1993 konnte sie sich noch an der Kunsthochschule Ottersberg im Fach der freien Kunst weiter entwickeln. Solange der Parkinson es zuließ, malte sie dann in ihrem Haus in der Nordheide in den unterschiedlichsten Maltechniken eine Vielzahl von Bildern, schuf Gedichte, selbst illustrierte Märchen und Geschichten.  Ilse Pallas 2009: „Die Malerei trägt mich von jeher durch Höhen und Tiefen. Zunächst wächst das Bild in meinem Innere, dann wähle ich die Technik, um dem Bild die entsprechende Form zu geben. Manche Bilder brauchen Jahre um zu reifen. Sie drücken aus, was mich bewegt: das Dunkle, Schwere sowie auch die Fröhlichkeit und die Lebensfreude. So entsteht die breite Palette meiner Bilder als Zeugnis meines Seins.“

Musik und Poesie, mit der Künstlergemeinschaft des Hafis institut.

19.8.2022, 19.Uhr, um Anmeldung wird gebeten.

Arash Zanjani, Mojgan Meschkat und Nima Gilaki.

Hafis (persisch „حافظ“) wurde um 1320 in Shiraz (die heutige Hauptstadt der Provinz Fars, im Süd-Westen von Persien) geboren und starb dort vermutlich im Alter von 69 Jahren. Er gilt noch heute als einer der bedeutensten persischen Dichter und Mystiker.

Mit 65 Jahren entdeckte Goethe den persischen Dichter Hafis. Er las dessen erst kurz zuvor ins Deutsche übersetzen „Diwan“ und war tief beeindruckt. Über zeitliche, geographische, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg empfand er eine innige Geistesverwandtschaft mit dem persischen Poeten des 14. Jahrhunderts und ließ sich durch ihn zu seiner umfangreichen Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“ inspirieren.Stellvertretend für Hafis und Goethe möchte die Künstlergemeinschaft das Kulturele Erbe, das Kommunikation zwischen Kulturen, kulturelle Toleranz und Völkerverständigung symbolisieren soll erhalten.

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